Früchtebrot, Hutzelbrot

Ein Früchtebrot mit Dörrobst

Das heute meist als Früchtebrot bekannte Gebäck stammt aus Süddeutschland und besteht zum überwiegenden Teil aus getrockneten Früchten. Der Begriff Hutzel bezeichnete Dörrobst. Und so gibt es verschiedene Namen und Rezepte für dieses Gebäck. Sehr gebräuchlich ist auch die Bezeichnung Schnitz.
Der Name Kletzenbrot, Schnitzbrot oder Kletzenbrot verweisen auf die getrockneten Birnenstücke, die in fast jedem Rezept enthalten sind.

Die im Sommer geernteten Früchte wurden für den Wintervorrat getrocknet und Ende November gebacken. Gegessen wurde dieses süsse Brot zum Nikolaustag und am Heiligen Abend. Es war eine Festtagsspeise. Auch heute wird das Früchtebrot traditionell in der Advents- und Weihnachtszeit gegessen.

Die Süsse erhält das Brot vorwiegend durch die getrockneten Früchte. Dazu gehören in erster Linie Birnen und Pflaumen/Zwetschgen, aber auch Rosinen, Aprikosen oder Feigen. Hinzu kommen Nüsse und Mandeln sowie Orangeat und Zitronat. Vor dem Backen werden die Früchte eine Nacht eingeweicht. Neben Wasser wird dafür zumeist ein aromatischer Obstler oder Kirschwasser genommen. Das Einweichwasser (Schnitzwasser) wird sowohl im Teig als auch zum Bestreichen des fertigen Hutzelbrotes genommen.

Zusammen mit Mehl und Gewürzen entsteht so ein länglicher Laib, der meist noch mit Mandelhälften garniert wird. Fertig gebacken ist das Brot ist lange haltbar.

Nachfolgend stellen wir ein etwas reichhaltigeres Rezept vor.

Früchtebrot, Kletzenbrot aufgeschnitten

Rezept Früchtebrot, Hutzelbrot

Ein weihnachtliches Gebäck aus Süddeutschland
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Gericht: Gebäck
Land & Region: Süddeutschland
Keyword: Süss
Schwierigkeit: Erfahrene
Früchte einweichen: 1 day
Arbeitszeit: 3 Stunden
Portionen: 1 Brot

Zutaten & Einkaufsliste

  • 250 g getrocknete Birnen
  • 250 g getrocknete Zwetschgen
  • 250 g Feigen
  • 250 g Rosinen
  • 30 ml Kirschwasser oder einen anderen Obstler
  • 125 g gehackte Mandeln
  • 125 g gehackte Haselnüsse
  • 25 g Zitonat
  • 25 g Orangeat
  • 250 g Mehl
  • 20 g Hefe
  • 65 g Zucker
  • 1 Msp Salz
  • 15 g Zimt
  • 0,5 EL Anis

Zubereitung

Früchte vorbereiten

  • Birnen, Pflaumen, Feigen und Rosinen in eine Schüssel geben und gerade mit Wasser bedecken. Das Kirschwasser dazu geben. Alles für einen Tag durchziehen lassen.

Teig

  • Das Obst etwas ausdrücken und klein schneiden. Eventuell vorhandene Pflaumenkerne entfernen. Etwas Einweichwasser (Schnitzwasser) zurück behalten.
  • Zitronat, Orangeat und die zerkleinerten Nüsse und Mandeln mit dem vorbereiteten Obst gut vermengen.
  • Das Mehl in eine Schüssel geben und eine Vertiefung drücken. Die Hefe mit etwas angewärmten Schnitzwasser verrühren und in die Vertiefung geben. Mit Mehl bestäuben und 10 bis 15 Minuten gehen lassen.
  • Alle weiteren Zutaten dazu geben und einen festen Teig kneten. Ist er zu fest, dann etwas von dem Schnitzwasser dazu geben. Anschließend die Frucht-Nuss- Mischung einarbeiten. Den Teig an einem warmen Ort 60 bis 90 Minuten gehen lassen. Der Teig sollte dann schön aufgegangen sein.
  • Aus dem Teig einen Laib formen und mit Milch bestreichen. Nach Wunsch mit Mandeln, Rosinen oder Belegkirschen dekorieren. Nochmals 15 Minuten gehen lassen.
  • Den Ofen auf 200°C Ober- und Unterhitze vorheizen.
  • Das Früchtebrot 60 Minuten backen. Danach mit mit Einweichwasser bestreichen.

Tipps & Hinweise

Das gut ausgekühlte Brot in Scheiben schneiden und zu Tee oder Kaffee reichen. Es ist lange haltbar. Mögliche Aufbewahrung: Nach 1 bis 2 Tagen in Alufolie wickeln und an einen kühlen Ort stellen.

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