Regionale Spezialitäten zu Karneval, Fastnacht und Fasching

Was gibt es zu Essen und warum?

Karneval wird heute als die sogenannte 5. Jahreszeit bezeichnet. Ursprünglich war diese Zeit dafür gedacht, es sich vor der Fastenzeit noch einmal gut gehen lassen. Alles was nicht lange gelagert werden konnte wie z.B. Eier, wurde dabei verbraucht. Im Gegesatz zu heute gehörten „zum „gut gehen lassen“ auch Fett und Schmalz. Denn das war etwas Besonderes und kam nur selten auf den Tisch.

Zu den traditionellen Essensbräuchen zählen daher bis heute verschieden geformte Teigstücke, die in heißem Fett (möglichst Butterschmalz) ausgebacken werden. Für dieses Schmalzgebäck wird
entweder ein Hefeteig, ein Knetteig mit Sauerrahm oder nur ein einfacher Knetteig verwendet.

Beispiele hierfür sind die schwäbischen Fastnachtsküchle, Badische Scherben, niedersächsische Prilleken, Naunzen von der Mosel, Bayerische Hasenöhrl oder die in ganz Deutschland bekannten Berliner Pfannkuchen. Meist werden sie als Berliner verkauft. In Berlin und Ostdeutschland sind sie aber als Pfannkuchen bekannt. (Das runde flache Gebäck aus der Pfanne heist hier Pfannkuchen.)

Darüber hinaus gibt es für diese Zeit aber auch herzhafte Gerichte, die wir hier demnächst vorgestellen.

Wann und wo wird eigentlich gefeiert?

Besondere Bedeutung hat dieses Fest vor allem im Rheinland, dem Münsterland, Hessen, Franken und Schwaben. So unterscheidet sich der z.B. Karneval im Rheinland und Ruhrgebiet erheblich von der Fastnacht im südwestdeutschem Raum. Hier feiert man die alte traditionelle schwäbisch-allemannische Fastnacht.

Der Begriff Fasching wird vorallem in Bayern, Nord- und Ostdeutschland verwendet. Fastelovend heißt es z.B. im Harz, am nördlichen Rheinland und dem Niederrhein.

Beginn der Karnevalszeit ist eigentlich der 6.Januar jeden Jahres, dem Dreikönigstag. Die Höhepunkte des bunten Treibens mit ausgiebigen Straßenfesten beginnen am Donnerstag vor Aschermittwoch – dem schmotzigen Donnerstag (im schwäbischen Raum) bzw. dem Fetten Donnerstag im Harzer Land. Beide Begriffe weisen auf die in Schmalz gebackenen Küchle hin. In deren Regionen heißt er Weiberfastnacht oder „Wieverfastelovend“ (im kölnischen Raum).

Da ab dem Martinstag am 11.November auch hier eine 40 tägige Fastenzeit beginnt, besann man sich darauf die Lebensmittel noch feierfreudig zu verbrauchen. So entstand der Karnevalsauftakt bereits am 11.11.

Die einzelnen Tage sind:

Weiberfastnacht (Donnerstag), NelkenSamstag, TulpenSonntag, RosenMontag und FaschingsDienstag und der AscherMittwoch. An diesem Tag endet das Fest.
Der genaue Termin ist in jedem Jahr abhängig vom Osterfest. Die Weiberfastnacht beginnt am 52. Tag vor Ostersonntag.

Wer eine Übersicht und ausführlichere Informationen zu den unterschiedlichen Sitten und Gebräuchen des Karnevals erhalten möchte, wird zum Bespiel bei Wikipedia fündig.


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